Beobachteübung:

 

Ausbildungziel: Ziel einer Beobachteübung ist es, das Auge bzw. die Beobachtungsgabe des Scharfschützen zu schulen. Es gibt verschiedene Varianten von Beobachteübungen, ich möchte hier nur eine Möglichkeit beschreiben.

 

Vorbereitung: Der Ausbilder platziert in einem begrenzten Geländeabschnitt (ca. 100m x 100m) 12 verschiedene Gegenstände. Diese werden teilweise so verdeckt (durch z.B. Gras oder andere natürliche Hilfsmittel), daß sie gerade noch identifizierbar sind.
 
  Wie man auf den Bildern sehen kann, liegen die Scharfschützen alle auf einer Linie in befohlener Beobachtungsrichtung vor dem, durch den Ausbilder präparierten Geländeabschnitt (siehe Bild). Zur Verfügung stehen ihnen zwei Beobachtungsmittel, bestehend aus DF 8x30 und Zielfernrohr. Weiterhin hat der Scharfschütze seinen Stellungsbereich (1m breit) nach einem bestimmten Schema herzurichten. D.h., er verstaut seine Aüsrüstung (Waffentragetasche, Rucksack, Schreibbrett, Skizzenmaterial) sowie Waffen und Gerät (G22, DF 8x30) in dem befohlenen Stellungsbereich aus dem er später beobachtet. Sind alle Vorbereitungen soweit abgeschlossen, kann die Beobachteübung beginnen.

 

Durchführung: So wie die Beobachteübung beginnt, läuft die Zeit. Nun hat der Scharfschütze 10 min Zeit um eine Ansichtskizze des befohlenen Geländeabschnittes zu zeichnen. Dabei darf er keine Beobachtungsmittel (DF oder ZF) benutzen. Dananch beginnt die Beobachtungszeit. Der Scharfschütze hat nun aus seiner Stellung 15min Zeit zu beobachten um Gegenstände zu identifizieren und in seine Geländeskizze einzuzeichnen. Eine Minute vor Ablauf der Beobachtungszeit gibt der Ausbilder das Kommando "fertigmachen zum Stellungswechsel". Jetzt bereitet der Scharfschütze seinen Stellungswechsel vor. Auf das Kommando "Stellungswechsel" hat er nun wiederum eine Minute Zeit, drei Stellungen weiter nach rechts zu wechseln. Danach läuft wieder eine 15 minütige Beobachtungsphase, danach wieder Stellungswechsel, dann wieder 10 Minuten Beobachtungszeit. D.h. der Scharfschütze hat insgesamt 40 min reine Beobachtungszeit. Die zwei Stellungswechsel werden durchgeführt, daß der Scharfschütze den befohlenen Bereich aus drei verschiedenen Blickwinkeln einsehen kann, um zu gewährleisten theotetisch alle 12 Gegenstände zu finden und zu identifizieren sind. Weiterhin hat man so gewährleistet, daß jeder Scharfschütze die gleichen Beobachtebedingungen erhält.
Nach Beendigung sind die Ansichtskizzen mit den eingezeichneten und beschrifteten Gegenständen von jedem Scharfschützen dem Ausbilder zur Auswertung zu übergeben. Zur Erfüllung der Bedingungen der Beobachteübung müssen mindestens 6 Gegenstände identifiziert werden.